Kurzgeschichten: Die Märchen

Im Wesentlichen lehnen sich meine Märchen am Duktus des Genres und dessen Attributen an. Aber ist es denn nicht etwas eintönig, wenn, wie in klassischen Märchen, Gut und Böse stets sauber voneinander zu trennen sind? So enthält meine Sammlung einige Märchen der konventionellen Art, aber eben auch jene, in welchen die Trennung verwischt. Jene fordern den Leser heraus, das Böse im Guten und vor allem, das Gute im vermeintlich Bösen zu erkennen. Und wenn man schon an dergleichen werkelt, ist es nicht verlockend Genregrenzen hier und da ganz und gar zu sprengen?

Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings, dass der geneigte Leser meiner Märchen bereit sein sollte, ‚das Fürchten zu lernen‘. Doch die Furcht ist keineswegs Selbstzweck, ist kein bloßer Budenzauber, nein, denn durch das Grauen erst findet man hier zur Moral.

 

LESEPROBEN:

Nelkenwelke

Schwarze Herzen

 

Weitere Geschichten der Sammlung „Die Märchen“:

  • Aaswalzer
  • Das weiße Land
  • Der Finsterling
  • Der Totenhof
  • Geistertiere